Fragen zur Frühjahrsinstandsetzung

Bei vielen Anbietern und Vereinen hat sich als gängiges Maß eine Menge von 2,5 to./Platz erwiesen.
Anbietern, die eine Menge von 2,0 to und weniger pro Platz empfehlen, sollte mit Skepsis begegnet werden!
Die unterschiedlichen Arbeitsmethoden sind sehr ausführlich mit Bildmaterial weiter oben auf unserer Homepage beschrieben.
Beide Arbeitsmethoden haben ihre Vor- und Nachteile!
Die nasse Methode wird vor allem bei nassen Böden oder Witterung eingesetzt, die trockene Methode bietet bei heißem oder trockenem Wetter Vorteile.
Grundsätzlich sind beide Arbeitsmethoden qualitativ vollkommen ebenbürtig – immer die entsprechende Nachpflege voraus gesetzt.
Einem Unternehmer, der grundsätzlich nur mit einer Arbeitsmethode arbeitet oder diese als „das einzig Wahre” anpreist, sollte grundsätzlich mit sehr viel Misstrauen begegnet werden.
Fragen Sie nach nachprüfbaren Referenzen in Ihrer Nachbarschaft. Lassen Sie sich Ansprechpartner benennen.
Fragen Sie nach ausgeführten Bauprojekten und lassen Sie sich Ansprechpartner benennen.
Es existieren nicht wenige Rasenpflegebetriebe am Markt bis hin zu Immobilien- oder Versicherungsvertretern, die nur für zwei Monate im Jahr während der Saison am Markt auftauchen und während der Sommermonate wieder verschwinden. Lassen Sie sich von den Anbietern genau benennen, was sie während der übrigen Zeit des Jahres unternehmen, am besten unter Angabe entsprechender Referenzen.

Fragen zur Pflege nach der Instandsetzung

Nach der Instandsetzung sollte jeder Tennisplatz mindestens 2 bis 3 mal vor Spielbeginn mit einer Motorwalze abgewalzt werde.
Grundsätzlich gilt: je öfter der Platz vor seiner endgültigen Aushärtung gewalzt wird, um so besser.
Nach der Aushärtung der Plätze darf ein Platz nicht mehr gewalzt werden. Das Gewicht der Walze würde in diesem Fall die einmal ausgehärtete Kornstruktur wieder zerbröseln.
Auch diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Die „Liegedauer” ist ganz entscheidend abhängig von den Temperaturen, der Feuchtigkeit und dem Zustand der Plätze selbst.
Grundsätzlich gilt: je länger ein Platz nach der Instandsetzung liegt und nachgepflegt wird, umso besser ist es für die Aushärtung und spätere Belastbarkeit.
Eine Liegezeit von mindestens (!!!) 14 Tagen ist zu empfehlen.

Fragen zur Pflege während des Spielbetriebes

Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Jeder Platz verhält sich anders!
Die Antwort hängt ganz entscheidend von Faktoren ab wie der Witterung, der Lage der Plätze, dem Alter und Zustand der Plätze etc. p.p.
Grundsätzlich gilt : Bewässert wird immer bis zur Pfützenbildung!
  • Vor Spielbeginn die Plätze ausreichend wässern!
  • Nach dem Spiel die Plätze kreisförmig vom Rand (!!!) nach innen mit einem Schleppnetz abziehen ! Der Platz muss ganz (!!!) abgezogen werden und nicht nur das Spielfeld.
Ein Platz darf nach Regen erst dann wieder betreten werden, wenn er hart und belastbar ist und vor allen Dingen, wenn keine Pfützen mehr auf dem Platz sind.
Bei Pfützenbildung gilt : Platzsperre!!!
NEIN !!!
Schwämme und Saugwalzen nehmen auch in großem Maße das extrem wichtige Feinkorn des Tennissandes mit auf. Der Platz verliert hierdurch sehr schnell seine Bindefähigkeit, bestehende Löcher vertiefen sich weiter.
Der beste Zeit für die Bewässerung sind die späten Abendstunden nach dem Spielbetrieb.
Die Verdunstungsrate ist nachts am Geringsten. Die Feuchtigkeit hat nachts genügend Zeit, die notwendigen Abbindungsprozesse im Sand durchzuführen.
NEIN !!!
Das ausgespielte Grobkorn hat keine Bindefähigkeit. Sollte es in zu großen Mengen auf dem Platz liegen, muss es abgezogen werden und kann nur noch weggeworfen werden.
Das wirksamste Mittel ist, die Spieler dahin zu erziehen, dass der Platz bis zum Rand abgezogen wird!!
Machen Sie die Spieler darauf aufmerksam, dass sich in der Spielfläche, dort wo täglich mehrfach dass Netz geht, auch kein Moos bildet.
Umweltverträgliche Mittel sind Eisensulfat oder Viehsalze. Diese entziehen dem Moos die Feuchtigkeit. Es verbrennt und kann anschließend mechanisch abgezogen werden. Diese Mittel sind relativ günstig z.B. im Raiffeisen-Landhandel zu bekommen.
Ebenfalls umweltverträgliche Produkte auf chemischer Basis sind hocheffektiv, aber auch sehr teuer und in Deutschland nur sehr schwer zu bekommen.

Fragen zu Arbeiten nach der Saison

Entfernen Sie zunächst die gesamte Platzausrüstung wie Pfosten, Netze, Bänke, Schiedsrichterstühle etc. und lagern Sie sie winterfest ein. Anschließend entleeren Sie das gesamte Wasserleitungssystem soweit es Frostgefahr ausgesetzt ist (evtl. Druckluft einsetzen). Alle Plätze sollten noch einmal gründlich mit einem Platzbesen sauber abgezogen werden; danach sollte vorsorglich gegen Moosbildung an den gefährdeten Stellen Eisensulfat, Streusalz o.ä. aufgebracht werden. Als nächstes müssen die Linien gegen Hochfrieren gesichert werden; am besten hierfür geeignet sind Steine, die man in regelmäßigen Abständen auf die Linien legt. Wenn möglich wird die Linie zuvor noch durch eine Antifrost-Abdeckung geschützt.
Hier gilt der Leitsatz : stellen Sie diese Frage 5 Tennisplatzbauern und Sie bekommen zehn verschiedene Antworten ….
Wenn man die Linien abdecken möchte, sollte man diese NICHT mit alten Sand abgedecken, sondern mit Steinen, möglichst noch Holzbrettern o.ä. ergänzt.
Pro Platz sollten mindestens 100 Steine (!!!) gesetzt werden.
Vorteil der Abdeckung:
Die Linie liegt nachweislich fester im Boden und hat damit eine deutlich längere Lebensdauer.
Nachteil der Abdeckung:
Die Arbeiten zum Abdecken erfordern einen hohen Zeit- und Materialaufwand.
Fazit:
Es ist reine Einstellungssache, ob man Kosten in Kauf nimmt,
  • für den jährlichen Austausch diverser, nicht abgedeckter Linien
  • für den jährlichen Arbeitseinsatz für Abdeckung der Linien sowie für die Anschaffung von mehreren hundert Steinen und evt. auch von Holzbrettern etc.

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